Internistische Erstuntersuchung
In der Erstuntersuchung erheben wir eine strukturierte Anamnese zu Vorerkrankungen, Dauermedikation, Noxen und familiärer Belastung. Die körperliche Untersuchung umfasst Auskultation von Herz und Lunge, Palpation des Abdomens, Beurteilung des Pulsstatus sowie die Suche nach Ödemen und Hautveränderungen.
Auffällige Befunde führen gezielt in Ruhe-EKG, Abdomensonographie oder erweiterte Laboranalytik. B-Symptomatik, ungewollte Gewichtsabnahme oder Leistungsminderung werden differentialdiagnostisch eingeordnet, nicht lediglich dokumentiert.
So entsteht ein belastbarer internistischer Ausgangsbefund, auf dem weitere Schritte in der Praxis an der Meckenheimer Allee aufbauen.
12-Kanal-Ruhe-EKG und Rhythmusdiagnostik
Das Ruhe-EKG erfasst Erregungsbildung, Erregungsleitung und Repolarisation. Wir beurteilen P-Welle, PQ-Zeit, QRS-Komplex, ST-Strecke und korrigierte QT-Zeit und erkennen Schenkelblöcke, AV-Blockierungen oder Ischämiezeichen.
Bei Palpitationen, Synkopenneigung oder bekanntem Vorhofflimmern ergänzen wir die Analyse durch ein Langzeit-EKG über 24 Stunden. Extrasystolen, Pausen und Kammerfrequenzen werden quantitativ ausgewertet.
Pathologische Kurven stimmen wir mit kardiologischen Kollegen in Bonn ab, insbesondere bei V. a. höhergradige Leitungsstörungen oder belastungsrelevante Ischämie.
Fahrradergometrie
Die Ergometrie prüft die kardiopulmonale Belastbarkeit unter steigender Wattstufe nach standardisiertem Protokoll. Dokumentiert werden ST-Senkungen, belastungsinduzierte Arrhythmien, Blutdruckverhalten und die erreichte Leistungsfähigkeit in MET.
Abbruchkriterien wie Angina pectoris, signifikante ST-Veränderungen, pathologischer Blutdruckabfall oder höhergradige Arrhythmien werden streng beachtet. Die Untersuchung dient der Abklärung belastungsabhängiger Dyspnoe und der Risikostratifizierung.
Die Befundung erfolgt immer im klinischen Kontext von Anamnese, Medikation und Labor, niemals isoliert als „unauffälliges Belastungs-EKG“.
Ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung
Die ABDM differenziert Praxishypertonie, maskierte Hypertonie und echte arterielle Hypertonie. Bewertet werden Tages- und Nachtmittelwerte, die Nachtabsenkung sowie die Blutdrucklast über 24 Stunden.
Fehlendes Dipping, hohe Pulsdruckamplitude oder morgendliche Spitzen fließen in die Therapieentscheidung ein. Ergänzend suchen wir nach Endorganschäden an Herz, Niere und Gefäßen.
Antihypertensiva passen wir leitliniengerecht an – unter Berücksichtigung von Diabetes, Herzinsuffizienz, Nierenfunktion und Verträglichkeit im Alltag.
Diabetologische Betreuung
Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, Prädiabetes und gestörter Glukosetoleranz. Grundlage sind HbA1c, Nüchternplasmaglukose und bei Bedarf ein oraler Glukosetoleranztest.
Die Therapie umfasst Lebensstil, Metformin, SGLT2-Inhibitoren, GLP-1-Rezeptoragonisten und bei Indikation Insulin. Wir screenen auf Nephropathie mittels eGFR und Albumin-Kreatinin-Ratio sowie auf Polyneuropathie und makrovaskuläre Komplikationen.
Die Einstellung erfolgt individuell, mit Blick auf Hypoglykämierisiko, Herzinsuffizienz und Nierenfunktion – nicht nach einem starren Schema.
Lipidologie und Atheroskleroseprävention
Störungen des Lipidstoffwechsels erfassen wir über Gesamtcholesterin, LDL-C, HDL-C, Non-HDL-C und Triglyzeride, ergänzt um Lipoprotein(a) bei familiärer Vorbelastung. Das kardiovaskuläre Risiko stratifizieren wir anhand von SCORE2 und klinischen Hochrisikokonstellationen.
LDL-C-Zielwerte richten sich nach der Risikokategorie. Statine, Ezetimib und weitere lipidsenkende Strategien setzen wir begründet ein. Wir achten auf familiäre Hypercholesterinämie und sekundäre Ursachen wie Hypothyreose.
Ernährung, Körpergewicht und Ausdauerbelastung sind fester Bestandteil jedes Therapieplans in der Praxis Dr. Fischer.
Schilddrüsendiagnostik
Zur Abklärung von Struma, Palpitationen, Gewichtsschwankung oder Haarausfall bestimmen wir TSH, bei Auffälligkeit fT4, fT3 sowie TPO- und TRAK-Antikörper. Die Sonographie beurteilt Volumen, Echogenität und Knotenmorphologie.
Autonomie, Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow trennen wir klinisch-laborchemisch und bildgebend. Levothyroxin-Substitution bzw. thyreostatische Therapie steuern wir anhand von Verlaufswerten und Klinik.
Knoten mit unklarem Risiko weisen wir zur Szintigraphie oder Feinnadelpunktion an nuklearmedizinische und endokrinologische Partner in Bonn zu.
Abdomensonographie
Die Sonographie stellt Leber, Gallenblase, Gallenwege, Pankreas, Milz, Nieren und die abdominelle Aorta dar. Typische Befunde sind Steatosis hepatis, Cholezystolithiasis, Nierenzysten, Harnstau und Aortenaneurysmata.
Doppler- und Duplexverfahren ergänzen die Beurteilung der Lebervenen und der Nierenperfusion, sofern indiziert. Der Bildbefund wird mit Transaminasen, Cholestaseparametern, Lipase und Kreatinin korreliert.
Pathologische Ergebnisse führen zu gezielter Schnittbildgebung oder gastroenterologischer Mitbeurteilung, nicht zu einer unverbundenen Verlaufskontrolle.
Spirometrie und Atemwegsabklärung
Die Lungenfunktionsprüfung erfasst FEV1, FVC, den Tiffeneau-Index und den Fluss-Volumen-Bogen. Obstruktive Ventilationsstörungen bei Asthma oder COPD lassen sich von restriktiven Mustern unterscheiden.
Bei Bedarf führen wir eine Reversibilitätstestung nach Bronchodilatation durch. Häufige Anlässe sind chronischer Husten, belastungsabhängige Dyspnoe und langjährige Tabakrauchanamnese.
Schwere oder unklare Befunde binden wir pneumologisch an, inklusive Röntgenthorax und weiterführender Funktionsdiagnostik in Bonn.
Gastroenterologische Basisabklärung
Oberbauchbeschwerden, Reflux, Stuhlunregelmäßigkeiten und okkulten Blutverlust ordnen wir internistisch ein. Laborchemisch achten wir auf Anämie, CRP, Transaminasen, Lipase und bei Indikation fäkales Kalprotektin.
Sonographie, Stuhldiagnostik und Alarmzeichen wie Gewichtsverlust, Dysphagie oder Hämatochezie steuern die Indikation zur Endoskopie. Helicobacter-pylori-Nachweis sowie die Abklärung von Laktoseintoleranz und Zöliakie (Transglutaminase-IgA, Gesamt-IgA) gehören zum Repertoire.
Gastroskopie und Koloskopie vermitteln wir zeitnah an kooperierende Gastroenterologen in Bonn und Bad Godesberg.
Internistischer Check-up
Der Check-up bündelt Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, Ruhe-EKG und Sonographie zu einem Präventionsstatus. Erfasst werden kardiovaskuläre Risikofaktoren, Impfstatus, familiäre Belastungen und bisher unerkannte Organbefunde.
Alters- und geschlechtsadaptierte Früherkennung – etwa auf Eisenmangel, eingeschränkte GFR oder Schilddrüsenautonomie – fließt in die Bewertung ein. Der Abschlussbefund priorisiert konkrete Maßnahmen statt einer unverbundenen Werteliste.
Kontrollintervalle legen wir individuell fest, abhängig von Risiko, Vorbefunden und laufender Medikation.
Labormedizinische Diagnostik
Über Partnerlabore bestimmen wir Blutbild, Entzündungsparameter, Elektrolyte, Nieren- und Leberwerte, HbA1c, Lipidstatus, TSH und gerinnungsrelevante Größen. Bei unklarer Entzündung erweitern wir um Elektrophorese, Ferritin, Vitamin B12, Folsäure oder autoimmune Marker.
Urinstatus und Albuminurie ergänzen die nephrologische Einschätzung. Befunde interpretieren wir im klinischen Verlauf und unter Berücksichtigung von Medikation, nicht als isolierte Zahlen.
Kritische Werte werden zeitnah telefonisch besprochen und therapeutisch aufgegriffen – in der Praxis unter 0228 / 3230874.