Vita und klinischer Werdegang
Dr. med. Sabine Fischer ist in Bonn aufgewachsen und hat die Region am Rhein beruflich nie verlassen. Nach dem Abitur am Beethoven-Gymnasium entschied sie sich 1993 für das Studium der Humanmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Die Bonner Fakultät mit ihrem unmittelbaren Zugang zum Universitätsklinikum, die klinische Breite der Lehre und ein früh erkennbares Interesse an internistischen Fragestellungen bestimmten diese Wahl. Zwischen 1993 und 1999 durchlief sie das reguläre Curriculum, ergänzt um Famulaturen in Kardiologie, Gastroenterologie und Nephrologie. Das Staatsexamen legte sie 1999 in Bonn ab. Bereits die Dissertation – eine klinisch-epidemiologische Arbeit zu kardiovaskulären Risikofaktoren bei Patienten mit gestörter Glukosetoleranz – zeigte den späteren fachlichen Kern: die Verbindung von Stoffwechselmedizin, Gefäßrisiko und alltagsnaher Patientenführung, nicht die Isolierung einzelner Laborwerte.
Die Weiterbildung begann 1999 an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Bonn. Unter den Bedingungen eines Hauses der Maximalversorgung lernte Dr. Fischer die Innere Medizin in ihrer ganzen Breite kennen – von der internistischen Notaufnahme über die Intensivstation bis zur spezialisierten Funktionsdiagnostik. Der Alltag galt unklaren Entzündungskonstellationen, der sonographischen Organbeurteilung, der Abklärung von Anämie, Gewichtsverlust und Nachtschweiß sowie der Betreuung multimorbider Patienten mit Herzinsuffizienz, COPD und fortgeschrittener Niereninsuffizienz. Die wiederkehrende differentialdiagnostische Arbeit, etwa die Unterscheidung kardialer, pulmonaler, anämischer und gastroenterologischer Ursachen von Dyspnoe oder Leistungsminderung, prägte das systematische klinische Denken, das die Sprechstunde bis heute trägt. Parallel vertiefte sie die apparative Diagnostik: Abdomensonographie, Ruhe- und Belastungs-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung und die Interpretation internistischer Laborprofile einschließlich Entzündungsparametern, Schilddrüsenwerten, Lipidstatus und Nierenretentionswerten.
Von 2002 bis 2006 wechselte sie in die Abteilung für Innere Medizin des Johanniter-Krankenhauses Bonn. Dort stand die Versorgung internistischer Akut- und Langzeitpatienten im Vordergrund, eng verzahnt mit hausärztlichen Zuweisern aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Der Schwerpunkt lag auf häufigen, aber oft unterschätzten Krankheitsbildern: arterielle Hypertonie mit Endorganschäden, Diabetes mellitus Typ 2 mit beginnender Nephropathie oder Polyneuropathie, Vorhofflimmern, chronische Gastritis und Refluxkrankheit, steatotische Lebererkrankung sowie die Abklärung von Eisenmangel und Schilddrüsenfunktionsstörungen. 2004 schloss Dr. Fischer die Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin ab. Die Facharztprüfung war für sie kein Endpunkt, sondern die formale Bestätigung einer Arbeitsweise, die Anamnese, körperliche Untersuchung und gezielte Diagnostik vor unkritische Testkaskaden stellt.
Zwischen 2006 und der Niederlassung 2009 war Dr. Fischer oberärztlich in der Inneren Medizin der GFO Kliniken Bonn am Standort St. Marien tätig. Sie verantwortete Stationsabläufe, internistische Konsile – unter anderem die perioperative Risikoabschätzung – und die strukturierte Einarbeitung jüngerer Kolleginnen und Kollegen. Besondere Aufmerksamkeit galt der leitliniengerechten Sekundärprävention nach kardiovaskulären Ereignissen, der Insulin- und oralen Antidiabetika-Einstellung sowie der Vermeidung von Polypharmazie bei älteren, mehrfacherkrankten Patienten. Diese Jahre schärften den Blick für Schnittstellen: was stationär begonnen wird, muss ambulant tragfähig weitergeführt werden, sonst verliert die beste Akuttherapie an Wirkung.
Im Frühjahr 2009 eröffnete Dr. Fischer die Internistische Praxis in der Meckenheimer Allee 24 in Bonn. Die Niederlassung war bewusst als fachinternistische Anlaufstelle für Diagnostik, Verlaufskontrolle und Prävention angelegt – überschaubar, persönlich und ohne die Anonymität eines Großzentrums. Patientinnen und Patienten sollen eine Ärztin wiedererkennen, die Vorbefunde kennt, Medikationspläne selbst führt und Befunde nicht nur übermittelt, sondern einordnet. Seither liegt der Schwerpunkt der Sprechstunde auf internistischer Abklärung, Stoffwechsel- und Bluthochdruckmedizin, kardiovaskulärer Risikoeinschätzung sowie der Begleitung chronischer Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, der Leber und der Schilddrüse. Apparative Verfahren – Sonographie des Abdomens, Langzeit-EKG, Ergometrie, Langzeitblutdruck – stehen nicht isoliert, sondern im Kontext der individuellen Krankheitsgeschichte.
- Diabetologie DDG – strukturierte Betreuung von Typ-2-Diabetes, Prädiabetes und Folgeschäden
- Hypertensiologie DHL – Abklärung und Einstellung der arteriellen Hypertonie inklusive 24-Stunden-Messung
- Ernährungsmedizin (DAEM) – therapeutische Ernährung bei metabolischem Syndrom, NAFLD und Adipositas
- Notfallmedizin – Zusatzbezeichnung; sichere Einschätzung internistischer Akutsituationen in der Praxis
- Psychosomatische Grundversorgung – Einordnung funktioneller Beschwerden und somatoformer Symptome
Dr. Fischer ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI), der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e. V. DHL. Sie nimmt regelmäßig an Fortbildungen der Ärztekammer Nordrhein teil und arbeitet Leitlinienaktualisierungen – etwa zu Lipidtherapie, Herzinsuffizienz mit erhaltener oder reduzierter Ejektionsfraktion und Typ-2-Diabetes – zeitnah in die Sprechstunde ein. Die Praxis ist unter 0228 / 3230874 erreichbar.